Du hast einen Blogartikel fertig. Jetzt kommt oft der Teil, der sich nach zusätzlicher Arbeit anfühlt: Für Pinterest brauchst du noch Pins. Und plötzlich soll aus einem fertigen Beitrag wieder neuer Content entstehen.
Die gute Nachricht: Du musst dafür nicht fünf neue Themen erfinden. Ein guter Artikel beantwortet meist mehrere Fragen. Genau daraus kannst du unterschiedliche Pins machen, die alle zum selben Beitrag führen, aber jeweils einen eigenen Einstieg haben.
Hier zeige ich dir einen Ablauf, mit dem du aus einem Blogartikel fünf eigenständige Pinterest-Pins entwickelst. Am Ende findest du einen Prompt, den du mit deinem Text ausprobieren kannst.
Fünf Pins mit identischem Text und nur einer anderen Hintergrundfarbe geben dir kaum neue Blickwinkel. Besser ist, wenn jeder Pin einen anderen Teil des Beitrags herausstellt. So kann dieselbe Zielseite für verschiedene Fragen interessant werden.
Wichtig: Die Aussage jedes Pins muss im Blogartikel tatsächlich vorkommen. Du kannst die Formulierung ändern und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Du solltest aber kein Versprechen hinzufügen, das dein Beitrag nicht einlöst.
Schau nicht nur auf deine Überschriften. Frag dich bei jedem Abschnitt: Was wollte jemand an dieser Stelle wissen? Welche Unsicherheit wird geklärt? Was kann der Leser nach diesem Abschnitt konkret tun?
Markiere fünf mögliche Einstiege:
das Hauptproblem, das der Artikel löst
ein konkreter Schritt oder eine Anleitung
ein häufiger Fehler oder ein Missverständnis
ein praktisches Beispiel
das Ergebnis, auf das der Leser hinarbeitet
Wenn dein Beitrag nur eine einzige allgemeine Aussage enthält, reichen fünf starke Pins vielleicht nicht. Dann lohnt sich zuerst die Frage, ob der Artikel selbst noch konkreter werden kann.
Nehmen wir einen Beitrag darüber, wie man passende Pinterest-Keywords für einen Blogartikel findet. Daraus könnten diese fünf Einstiege entstehen:
Das Problem: Du weißt nicht, welche Suchbegriffe zu deinem Blogbeitrag passen?
Der erste Schritt: So findest du Pinterest-Keywords direkt über die Suche.
Der Fehler: Warum eine lange Keyword-Liste nicht automatisch bessere Pins macht.
Das Beispiel: Vom Blogthema zum passenden Hauptkeyword.
Der Nutzen: So wird für Pinterest und Leser klarer, worum es auf deiner Seite geht.
Jeder Winkel führt zum selben Artikel. Trotzdem spricht jeder eine etwas andere Situation an. Prüfe vor dem Gestalten: Beantwortet der Beitrag diese Frage wirklich? Wenn nicht, streich die Idee oder ergänze den Artikel zuerst.
Die Hook auf dem Bild sollte kurz und konkret sein. Sie muss nicht den kompletten Artikel zusammenfassen. Sie soll der passenden Person zeigen, warum sich ein Klick auf die Zielseite lohnen könnte.
Vermeide fünf Varianten, die nur einzelne Wörter austauschen. „Pinterest-Keywords finden“, „Pinterest-Keywords suchen“ und „Pinterest-Keywords entdecken“ sind noch keine drei unterschiedlichen Inhalte. Nutze stattdessen wirklich verschiedene Fragen oder Nutzenpunkte aus dem Beitrag.
Schreib zunächst pro Blickwinkel eine einfache Version. Danach kürzt du, bis die Aussage auf dem Handy schnell lesbar ist. Lass genug Luft im Design. Wenn du dich zwischen mehr Text und besserer Lesbarkeit entscheiden musst, nimm die klare, kurze Aussage.
Der Pin besteht nicht nur aus dem Bild. Denk auch an den Titel, die Beschreibung und den Link. Halte Thema und Formulierungen natürlich. Wähle einen passenden Suchbegriff, aber stopfe nicht jede denkbare Variante in den Text.
Öffne den Link und lies den Artikel noch einmal aus Sicht eines neuen Besuchers. Findet die Person die Antwort, die der Pin angekündigt hat? Ist der Einstieg verständlich? Dann passen Pin und Zielseite zusammen.
Bei allen fünf Pins darf die Zielseite dieselbe bleiben, wenn sie jedes einzelne Versprechen erfüllt. Der Inhalt des Pins sollte dennoch einen eigenen, ehrlichen Blickwinkel haben. Lade keine fast identischen Kopien in Serie hoch, nur um eine Zahl zu erreichen.
KI kann dir helfen, Abschnitte zu sortieren und Formulierungen vorzuschlagen. Sie kennt deinen Beitrag aber nur so gut wie den Text, den du ihr gibst. Wenn du ihr nur das Thema nennst, kann sie Behauptungen oder Tipps ergänzen, die in deinem Artikel gar nicht stehen.
Kopiere deshalb den vollständigen Blogbeitrag in den Chat und gib zusätzlich dein Hauptkeyword sowie die Zieladresse an. Bitte die KI, nur mit den Aussagen aus dem Artikel zu arbeiten. Lies jede Hook gegen den Originaltext und streich alles, was zu groß klingt oder nicht belegt ist.
Den Prompt kannst du an dein Thema anpassen:
Analysiere den folgenden Blogartikel für Pinterest. Erstelle fünf unterschiedliche Pin-Ideen, die alle auf denselben Artikel verlinken. Nutze fünf verschiedene Blickwinkel: Hauptproblem, konkreter Schritt, häufiger Fehler, Beispiel und Ergebnis. Erfinde keine Inhalte und keine Versprechen. Jede Idee braucht eine kurze Hook für das Bild, einen Pin-Titel, eine natürliche Beschreibung mit passenden Suchbegriffen und einen kurzen Hinweis, welcher Abschnitt des Artikels die Aussage belegt. Wenn sich ein Blickwinkel nicht aus dem Artikel ableiten lässt, lass ihn weg und sag mir warum. Hauptkeyword: [HIER EINTRAGEN]. Zieladresse: [LINK EINFÜGEN]. Blogartikel: [VOLLSTÄNDIGEN TEXT EINFÜGEN]
Der Prompt liefert einen ersten Entwurf, keine fertigen Pins zum blinden Hochladen. Prüfe die Vorschläge, wähle die stärksten aus und gestalte sie so, dass der Text auf dem Handy lesbar bleibt.
Lies nur die fünf Hooks hintereinander. Wenn sie alle dieselbe Aussage wiederholen, fehlen unterschiedliche Blickwinkel. Wenn eine Hook neugierig macht, aber im Artikel keine Antwort findet, passt das Versprechen nicht. Und wenn die fünf Pins unterschiedliche Menschen mit völlig verschiedenen Fragen ansprechen, prüfe, ob der Artikel breit genug ist, um sie alle gut abzuholen.
Ein guter Satz für den letzten Check lautet: „Wer auf diesen Pin klickt, findet im Beitrag genau diese Antwort.“ Wenn du den Satz für jeden Pin ehrlich vervollständigen kannst, bist du auf einem guten Weg.
Such dir einen bestehenden Blogbeitrag aus und markiere darin fünf echte Leserfragen oder Nutzenpunkte. Erstelle daraus erst die Hooks und danach die Bilder. So bleibt die Arbeit überschaubar und jeder Pin hat einen Grund, auf den Beitrag zu führen.
Wenn du dabei Unterstützung mit KI suchst, kannst du meinen kostenlosen Pinterest KI Schnellstart mit fünf Prompts nutzen. Den vollständigen Ablauf von der Themenvorbereitung bis zum fertigen Pin findest du in meinem Pinterest KI Fahrplan für 17 Euro.
Welcher Blogbeitrag eignet sich bei dir für fünf verschiedene Einstiege? Welche Leserfrage hast du bisher noch nicht für einen Pin genutzt? Und welcher Blickwinkel passt am besten zu deinem Angebot?
„Gib alles, nur nicht auf.“
Ich bin Christian Mittermeier. Im Hauptberuf arbeite ich als Feinwerkmechaniker, daneben beschäftige ich mich seit 2021 mit Affiliate Marketing und nutze Pinterest seit 2023. Ich zeige, wie du Pinterest und KI für organischen Traffic auf Blog, eigenes Produkt oder Affiliate Angebot nutzen kannst. Als Vater von zwei Kindern baue ich das neben Job und Familie auf, meistens abends und am Wochenende. Mehr über mich.
Transparenz: Der Pinterest KI Schnellstart und der Pinterest KI Fahrplan sind meine eigenen Angebote. Die Links sind keine Affiliate Links. In diesem Beitrag verwende ich keine Affiliate Links.
* Einzelne Links in meinem Blog können Affiliate-Links (Werbelinks) sein. Wenn du über so einen Link etwas kaufst, erhalte ich eventuell eine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
© Christian Mittermeier